AKTUELLES 2017

Veröffentlicht von Sascha am

Jagdverein Oborniki Slaskie und die Jägerschaft Rehau-Selb verlängern ihren Partnerschaftsvertrag.

update 17/11/2017

Im Juli 2012 wurde der erste Vertrag bei unserem Heimat – und Wiesenfest im Rathaus in Rehau zwischen beiden Jagdvereinen unterzeichnet. Der Vertrag hatte eine Laufzeit von 5 Jahren und sollte dazu dienen, die Jagdkultur und auch Menschen kennen zu lernen und ggf. auch Fördermittel für Projekte von der EU-abzugreifen. Leider ist das für die Jägerschaft Rehau-Selb zu aufwendig. Unser Partnerverein dagegen konnte sich da ganz anders präsentieren und ist auch ganz anders aufgestellt. Staatliche Unterstützung ist hier gegeben. Es ist ein ganz anderes Jagdsystem, Jagdvereine haben hier große Reviere zu betreuen, nicht wie bei uns das Reviersystem, hier ist nur ein Einzelner verantwortlich, nicht der gesamte Jagdverein.

Die 5 Jahre waren sehr kurzweilig, Besuche beiderseitig haben immer wieder stattgefunden und so wurden auch Informationen ausgetauscht. Nach diesen 5 Jahren wurde überlegt, ob es noch Sinn macht, diese Partnerschaft weiter zu betreiben, es ist auch eine große Entfernung von 460 km zwischen den Partnervereinen immer wieder zu bewältigen.

Man kam zu der Entscheidung, dass eine Verlängerung des Vertrages doch sinnvoll ist. Der Vertrag wurde überarbeitet und unterschriftsreif gemacht. Ein Termin für die Unterzeichnung musste gefunden werden. Es wurde vereinbart, dass anlässlich der Hubertusjagd am 04.11.2017 auch der Vertrag unterschrieben werden sollte. Die Bürgermeister und Vereinsvorsitzenden wurden geladen, um nach der Hubertusjagd im Vereinsheim des Jagdvereins Oborniki Slaskie die Unterzeichnung durchzuführen.

Der Morgen begann mit dem Treffen zur Drückjagd um 08.30 Uhr. 30 Schützen und mehrere Hundeführer waren anwesend. Der Vereinspräsident begrüßte die Anwesenden und übergab das Wort an den Jagdleiter. Zu unserer Überraschung wurde Rotwild, Damwild und Schwarzwild frei gegeben. Die Ausnahme waren 1er Hirsche. Dann ging es los, im ersten Treiben ein Schuß, dieser wurde auf einen Fuchs abgegeben, der Fuchs wurde gefehlt. Dann das 2. – 5. Treiben, lange Fußmärsche zum Stand und viel zu warm angezogen; erschwerend kam die Erfolglosigkeit dazu. Dann war Mittag, es wurde eine Suppe gereicht mit Brot bzw. Semmel, dieses mundete. Dann die Ansage: voraussichtlich noch 2 – 3 Treiben. Naja, gehen wir‘s an. Anstellen, dann wieder warten auf das Signal, dass das Treiben beginnt, dann warten. Die Bracken geben Laut, sollte jetzt doch was gehen, die Anspannung wächst, dann der erste Schuss in diesen Treiben. Weitere Schüsse, jetzt wurde doch eine Rotte gesprengt. Am Ende dieses Treibens lagen 9 Wildschweine und ein ungerader 10ender, was für eine Strecke. Der Jagdtag war gerettet, der Vertragsunterzeichnung stand nichts mehr im Wege.

Nach dem Streckenlegen und dem Küren des Jagdkönigs war 1,5 Stunden Pause, das konnten wir gut gebrauchen um uns wieder zu erholen.

Um 18.00 Uhr war es soweit, beide Bürgermeister waren anwesend, ebenfalls die beiden Vorsitzenden der Jägervereine. Herr Dr. Nowak hat die Verträge vorbereitet und es wurden die Dokumente erst einmal gewürdigt, dann wurde unterschrieben, unser Bürgermeister Michael Abraham unterschrieb als Erster, dann Karlheinz Kauper, danach Vorsitzender des Partnervereins Jacek Winowski und Bürgermeister von Oborniki Slaskie Arkadiusz Poprawa. Es wurde in den Ansprachen der vier Personen diese Partnerschaft gewürdigt und es wurde der Wunsch geäußert, dass die Partnerschaft auch weiterhin mit so viel Leben erfüllt wird wie in den vergangenen Jahren.

Danke muss man den beiden Bürgermeistern noch sagen, die immer ein offenes Ohr für die Belange der Jägerschaft haben. Wir bedanken uns auch bei unserem Partnerverein für die herzliche Aufnahme, die Bewirtung und die gute Zeit in Polen.

Nicht zuletzt gilt unser herzlicher Dank unserer guten Seele Marta Malik. Sie ist immer zur Stelle, um uns bei den sprachlichen Barrieren zu unterstützen und auch wenn es gilt, Termine und Unterkünfte zu koordinieren.

Tüchtig gefeiert wurde anschließend auch, aber das versteht sich von selbst.

Waidmannsheil

Reinhard Peschek

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